Die Münchner Frauenkirche
Münchens Wahrzeichen im Herzen der Stadt
…Viele Namen hat das imposante Bauwerk, gelegen mitten in Münchens Altstadt: Marienkirche, Frauenkirche, Dom zu unserer lieben Frau…und ebenso zahlreich wie ihre Namen sind auch die Geschichten und Sagen, die sich um dieses Gebäude drehen.
Da ist die Rede vom Teufel, der einst seinen Fußabdruck – heute noch zu bestaunen – in der Vorhalle der Kathedrale hinterließ. Gevatter Wind, fleißiger Gehilfe des Gehörnten und von diesem in München zurückgelassen, streift noch heute um die die Kirche…und die Höhe der beiden Türme, was genau hat es eigentlich mit ihr auf sich?
Herzog Sigismund ließ die Kathedrale, wie sie in ihrer heutigen Form besteht, von Jörg Ganghofer zwischen 1468 und 1488 erbauen – und das in der erstaunlichen Bauzeit von nur 20 Jahren! Obwohl München im 15. Jahrhundert lediglich eine Einwohnerzahl von 13.000 aufwies, bietet der Dom Platz für bis zu 20.000 Gläubige. Das spätgotische Bauwerk ist somit die größte Kirche, die je in einer der Residenzstädte der Wittelsbacher errichtet wurde und darüber hinaus Sitz des Erzbischofs.
So beeindruckend schon das Äußere der Kirche – gespickt mit Epitaphien des einst um sie gelegenen Friedhofes – ist, ist auch ihr Innenraum! Er bietet spannende Einblicke: man bedenke nur die 21 Kapellen in den Seitengängen der Kathedrale oder die beeindruckende Fürstengruft, die älteste Ruhestätte der Familie Wittelsbach. In ihr findet sich auch die Grabstätte Kaiser Ludwigs des Bayern (1282-1347).
So vereint der Dom Geschichte und Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart in sich, war Gegenstand von Volksabstimmungen des 18. sowie des 21. Jahrhunderts – und birgt für Münchenneulinge, gleichsam wie den historisch interessierten Einheimischen Spannendes und Erhellendes. Mitten im Herzen Münchens ist sie so fester Bestandteil einer jeden Stadtführung mit Anspruch!
